Buttstädt

Buttstädt ist eine kleine, ca. 30 Kilometer nordöstlich von Weimar gelegene Stadt mit rund 2.700 Einwohnern.

Ihre Existenz ist ab dem 9. Jahrhundert n. Chr. belegt. Im Mittelalter bestand der Ort aus zwei Siedlungskernen, dem deutschen Buttstaedt major und dem wendischen Buttstaedt slaworum.

Ende des 14. Jahrhunderts erhielt Buttstädt Stadtrecht und wenige Jahre später eigene Gerichtsbarkeit. Damit begann der steile Aufstieg der Stadt zu einem Drehkreuz des europäischen Viehhandels, begünstigt durch die Lage im Einzugsbereich der Via Regia, einer der bedeutendsten ost-westlichen Fernverbindungen. Noch in der Zeit Johann Wolfgang von Goethes, den sowohl seine Verpflichtungen als Minister als auch persönliche Beziehungen regelmäßig nach Buttstädt führten, fanden bedeutende Pferdemärkte statt. Ein selbstbewusstes Bürgertum schuf repräsentative Gebäude, darunter auch den Friedhof mit seinen markanten Arkaden und aufwändig gestalteten Grabmalen.

Im 19. Jahrhundert, in dem die Eisenbahn das Verkehrswesen und damit den Handel revolutioniert, gerät die Stadt zunehmend ins Abseits.

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